Switches für mechanische Tastaturen: Typen und Auswahl
Der richtige Switch ist vor allem Geschmackssache. Diese Fragen helfen dir bei der Auswahl.
Linear, taktil oder clicky?
- Linear: gleitet ohne spürbaren Widerstand bis zum Anschlag – gleichmäßig und ruhig, beliebt beim Gaming und Vieltippen. Zu den Linear Switches.
- Taktil: ein spürbarer Bump zeigt dir, wann die Taste auslöst – von leicht bis kräftig. Zu den Tactile Switches.
- Clicky: Bump plus hörbarer Klick, wie bei klassischen Schreibmaschinen-Tastaturen.
- Silent: lineare oder taktile Switches mit Dämpfung beim Anschlag und Zurückfedern – deutlich leiser fürs Büro oder nachts.
Wie schwer soll der Switch sein?
Die Federkraft wird in Gramm angegeben. Leichte Switches (um 40–45 g) fühlen sich schnell an, schwerere (60 g und mehr) geben mehr Kontrolle und verhindern versehentliches Auslösen. Auch Weg und Auslösepunkt spielen mit: Kurze Wege und früher Auslösepunkt wirken schnell, längere Wege klassisch. Die Kennzahlen stehen bei jedem Switch.
Hall Effect, Low Profile und EC
- Hall Effect: magnetische Switches mit einstellbarem Auslösepunkt und Rapid Trigger – nur für Hall-Effect-Tastaturen.
- Low Profile: flache Switches für flache Tastaturen und Low-Profile-Keycaps.
- EC: elektrokapazitive Switches mit Rubber Dome, Topre-artiges Tippgefühl – nur mit EC-Platine.
Für normale Hot-Swap-Tastaturen brauchst du MX-kompatible Switches. Ob 3-Pin oder 5-Pin passt, steht beim jeweiligen Board.
Schmieren oder nicht?
Aktuelle Switches kommen meist ab Werk geschmiert und müssen nicht nachbehandelt werden. Wer ältere oder ungeschmierte Switches selbst schmieren will, findet alles dazu im Ratgeber Switches luben. Beim Öffnen werkseitig montierter Switches erlischt die Herstellergarantie.
Einen Überblick über alle Switch-Typen gibt der Ratgeber Switch-Typen erklärt.